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Der Sternenhimmel im April 2024

Himmelsanblick gegen 21 Uhr in westlicher Richtung: Knapp über dem Horizont ist Jupiter zu sehen. Am 10. April steht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes nahe Jupiter tief im Westen. Himmelsanblick gegen 21 Uhr in westlicher Richtung: Knapp über dem Horizont ist Jupiter zu sehen. Am 10. April steht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes nahe Jupiter tief im Westen. Quelle: KOSMOS HIMMELSJAHR

Planeten: Der Aprilhimmel ist diesmal arm an hellen Planeten. Abgesehen von Jupiter, der noch in der Abenddämmerung sichtbar wird und Ende April schon eine Viertelstunde vor 23 Uhr Sommerzeit untergeht, sind keine Planeten zu sehen. Merkur hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und Venus hat sich vom Morgenhimmel verabschiedet. Mars zeigt sich noch nicht am Morgenhimmel und Saturn kann allenfalls kurz in der Morgendämmerung erkannt werden.

Sternschnuppen:
Vom 16. bis 25. April flammen die Sternschnuppen des Lyriden-Stroms auf. Die Lyriden-Meteore scheinen aus dem Sternbild der Leier zu purzeln. Sie sind schnelle Objekte mit Eindringgeschwindigkeiten um 50 Kilometer pro Sekunde. Zehn bis zwanzig Sternschnuppen, darunter auch helle Exemplare leuchten pro Stunde auf. Beste Beobachtungszeit sind die Stunden von Mitternacht bis 4 Uhr morgens.

Fixsternhimmel:
Im Süden marschiert der Löwe durch den Meridian. Der Löwe mit seinem bläulichen Hauptstern Regulus ist das Leitsternbild des Frühlingshimmels. Die Wintersternbilder haben sich von der Himmelsbühne verabschiedet. Hoch im Westen sind noch die Zwillinge zu erkennen, während im Nordwesten die helle, gelbliche Kapella im Fuhrmann blinkt. Am Osthimmel strahlt der orange Arktur im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. Im Südosten schwingt sich die Jungfrau mit der bläulichen Spica empor. Die drei hellen Sterne Regulus, Arktur und Spica bilden das himmlische Frühlingsdreieck. Der Große Wagen steht steil über unseren Köpfen während das Himmels-W, die Kassiopeia, zum Nordhorizont herabgesunken ist.

Mondlauf:
In den ersten Apriltagen ist der abnehmende Halbmond am Morgenhimmel zu sehen. Danach erscheint der Mond als Sichel, die von Tag zu Tag dünner wird. Schließlich ist der Mond gar nicht mehr zu sehen, wenn am 8. die Neumondphase eintritt. So ganz stimmt das diesmal nicht. Denn der Neumond schiebt sich vor die Sonne, wo er als dunkle Scheibe zu sehen ist. Es ereignet sich somit eine totale Sonnenfinsternis. Von ganz Europa aus bleibt diese Sonnenfinsternis unbeobachtbar. Einen Tag vor Neumond passiert der Mond seinen erdnächsten Bahnpunkt, wobei ihn 358 851 Kilometer von uns trennen. Nach Neumond erscheint unser Nachbar im All als schmale Sichel abends am Westhimmel. Am 10. begegnet die zunehmende Mondsichel dem Riesenplaneten Jupiter, der seine Abschiedsvorstellung gibt. Weiter wandert der Mond und ist als Halbmond am Abend des 15. hoch am Südhimmel nahe den Zwillingssternen Kastor und Pollux zu sehen. Der zunehmende „Buckelmond“ begegnet dem Königsstern Regulus im Löwen und befindet sich in der Nacht vom 19. auf 20. mit 405 622 Kilometer in Erdferne. Vollmond tritt am 24. um 0:49 Uhr im Sternbild Jungfrau nahe ihrem Hauptstern Spica ein. Anschließend wechselt der abnehmende Mond in die zweite Nachthälfte. Am Morgen des 1. Mai sieht man am Südhimmel den abnehmenden Halbmond vor der Kulisse des Sternbildes Steinbock.

Sonnenlauf:
Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn empor. Ihre Mittagshöhen nehmen um zehn Grad zu, die Tageslänge wächst im April in Welzheim um eine Stunde und 39 Minuten. Am 18. verlässt die Sonne das Sternbild Fische und wechselt in das Sternbild Widder, in dem sie bis 14. Mai verbleibt. Am 19. tritt sie nachmittags in das Tierkreiszeichen Stier.


Sternwarte Welzheim / HUK